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Treffen der EDS-Mitglieder aus Bayern am Samstag, 24. April 2010 im Krankenhaus Rummelsberg bei Nürnberg

 

Juergen Grunert, der Landesleiter Bayerns, begrüßte herzlich die Anwesenden und informierte die Mitglieder über die bisherigen und die geplanten Aktivitäten aus Bayern.

 

Welche negativen Auswirkungen Fehlstellungen der Füße und Fehlhaltungen des Körpers haben und welche Korrekturmöglichkeiten die Orthopädietechnik bietet, wurde den anwesenden EDS-Mitgliedern durch Albrecht Kirchhof, dem Leiter der Orthopädie-Schuhtechnik der Orthopädischen Werkstätten im Krankenhaus Rummelsberg bei Nürnberg näher gebracht.

 

Eindrucksvoll erläuterte Albrecht Kirchhof den Aufbau des Fußes, die verschiedenen Fußdeformitäten und seine Auswirkungen sowie die derzeitigen Möglichkeiten der Hilfsmittel. Nachdem wir erfuhren, dass zum gesunden Fuß neben dem Knochenaufbau auch die Muskulatur, die Bänder und Sehnen, die Arterien und die Nervenvernetzung eine wichtige Rolle spielen, ist es kein Wunder, dass viele EDS-Betroffene Probleme mit ihren Füßen haben. Denn das Bindegewebe ist auch für die Steifheit und Elastizität der Gelenkbänder verantwortlich.

 

Wie wichtig bei EDS-Betroffenen bereits im Kindesalter gymnastische Übungen und Barfußlaufen sind, wurde uns anschaulich demonstriert. Wir haben erfahren, dass zur Prävention u. a. gelenkschonender Sport, das Variieren der Schuhabsatzhöhe, bei Bedarf das Tragen von höherschaftigem Schuhwerk sowie die Fußpflege und eine gesunde Ernährung gehören.

 

Wenn bereits Fußbeschwerden existieren, stehen vor operativen Maßnahmen immer noch verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung wie Bandagen, stützende Einlagen verschiedener Art, Schuhzurichtungen, Therapieschuhe, Orthesen usw. Uns wurde auch gezeigt, was welche Einlage bei Platt-, Senk-, Spreiz-, Knick- und Hohlfüßen bewirken kann.

 

Wer wollte, dem wurde mit einem modernen Messgerät der Fußdruck gemessen und anschließend von Albrecht Kirchhof erläutert, an welcher Stelle sein Fuß zu stark belastet wird und mit welchen Maßnahmen eine Verbesserung erzielt werden kann. Die Anwesenden waren begeistert von dem anschaulichen und informativen Vortrag des Herrn Kirchhof.

 

Anschließend berichtete Irene Markus, die 2. Vorsitzende des EDS-Vorstandes, über die aktuelle Arbeit aus dem Vorstand, insbesondere von der bevorstehenden Mitgliederversammlung und der Fachtagung mit den fünf EDS-Workshops sowie dem informellen Beisammensein und des Informationsaustausches mit dem medizinisch-wissenschaftlichen Beirates vom 7. bis 9. Mai in Berlin. Diskutiert wurden auch die Vor- und Nachteile der geplanten interdisziplinären Ambulanzen für seltene Erkrankungen in Deutschland. Wir sind gespannt, an welchen Standorten einmal EDS-Ambulanzen zur Verfügung stehen werden.

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